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Konzertmatinee Juli 2017

Ärzte singen und musizieren für Münchner Bürger und einen guten Zweck

Zu einer vom Münchner Ärztechor e.V. zugunsten der Mukoviszidose-Hilfe München veranstalteten sonntäglichen Konzertmatinee fand sich am 23.7.2017 wieder ein treues Stammpublikum zahlreich im Bürgersaal Fürstenried ein.

Zu Beginn des fast zweistündigen Programms stellte die 17jährige Pianistin Clara Siegle mit der ersten von Haydns drei großen „englischen“ Klaviersonaten in Es-Dur ihr Ausnahmetalent unter Beweis. Preisträgerin in zahlreichen Klavierwettbewerben im In- und Ausland bereits seit ihrer Kindheit, beeindruckte sie sowohl mit brillianter Technik und Leichtigkeit, als auch mit feinsinniger musikalischer Gestaltung.

Christoph Roth und Angela Stanzel (Violinen), Jörg Sauerbrey (Viola) und Mechthild Thelen (Violoncello), allesamt Mitglieder des Münchner Ärzteorchesters, fanden bei Mozarts darauffolgendem, Joseph Haydn gewidmetem Streichquartett in d-Moll (KV 421) zu überzeugender Balance zwischen Klangfülle und Transparenz, wodurch auch die beiden Mittelstimmen gebührend zur Geltung kamen - nicht zuletzt die Bratschensoli im letzten (Variationen-) Satz.

Zu Herzen gingen die nun folgenden vom Münchner Ärztechor a capella gesungenen Liedsätze. Die Dirigentin Miriam Haupt brachte mit jeweils vorangehenden charmanten und kurzweiligen Erläuterungen und Textzitaten dem Publikum Inhalt und emotionalen Gehalt der Werke - darunter viele Liebeslieder - nahe und spannte einen weiten ideengeschichtlichen und musikalischen Bogen von der Renaissance bis zur Romantik, von Italien bis England. Bereitwillig und aufmerksam folgte der Chor ihrem gefühlvollen Dirigat und verlieh den teils rasch wechselnden Stimmungen und Musikstilen vielsprachigen Ausdruck, unterstützt von Maria Rose am Klavier. Besonders gefielen Arbeaus "Belle, qui tiens ma vie", Bennets "Weep, o mine eyes", Mozarts "Abendruhe" und Mendelssohns "Morgengebet". Daß die tiefen Stimmen mit nur acht Sängern zahlenmäßig etwas gering besetzt waren, tat der Klangbalance und der Gesamtdynamik übrigens keinen allzu großen Abbruch – dennoch würde sich der Münchner Ärztechor insbesondere bei den Männerstimmen wohl noch über Unterstützung freuen.

Der Vormittag klang aus mit Chopins poetischer Ballade Nr. 4 in f-Moll und Prokofjews einsätziger energiegeladener Klaviersonate Nr. 3 in a-moll. Clara Siegle stellte mit diesen beiden Werken neben Ihrer Virtuosität auch ihre stilistische Vielseitigkeit bravourös unter Beweis. Das begeistert applaudierende Publikum bekam von ihr zur Belohnung als Zugabe noch Chopins Etüde op. 25 Nr. 11 „Winterwind“ zu hören.

Beschwingt verließen die etwa 150 Besucher nach pausenlosem, aber abwechslungsreichem Musikgenuß den Bürgersaal und spendeten viele hundert Euro an die Münchner Mukoviszidose-Hilfe „cfi-aktiv e.V.“

JBS